STUBLLA MIT DER ERSTEN ALBANISCHEN SCHULE...

"Stublla e Epėrme" ist eine Ortschaft, deren Geschichte seit dem 15. Jh. durch verschiedene Dokumente chronologisch nachgewiesen ist. Zwei Faktoren, die erste albanische Schule in Kosova und die christliche Blutzeugen (Märtyrer) dieses Dorfes, haben dazu beigetragen, dass viele Forscher ständig daran interessiert sind, sich mit der Geschichte des Dorfes Stublla in Verschiedenen Aspekten mit allen Lebensbereichen zu beschäftigen.

Der Name "Stublla" erstmals ist in einer osmanischen Schrift des Jahres 1455 erwähnt (Siehe: H. Hadzibegic, Oblast brankovica (opsirni kataskarski popis iz 1455. Godine), Sarajevo, 1972, S. 130-13, hier cit. laut Dr. R.Doci, ēėshtje tė onomastikės sė Malit tė Zi tė Shkupit, in dem Buch "Takimet e dom Mikelit" II (1993-94), S. 93. Prishtinė 1995). Das Dorf besitzt eine uralte Geschichte. Also dafür spricht auch das Faktum, dass 1477 nach 22 Jahren Stublla wieder erwähnt wird.. In einer topographischen Landkarte von Macedonien ist das Dorf Caravajkė nordöstlich von Stublla verzeichnet. Daraus ist zu schlissen, dass Stublla als Orientierungspunkt diente, und als wichtiger Ort allseits bekannt war (Siehe: "Drita", Nr. 2/70, 1979, Ferizaj, S.12 und "Monumenta turcica" 2/1, Sarajevo, 1972, S. 127, 130, 156).

Einige Historiker vermuten, dass in Stublla früher eine theologische Schule existiert habe oder zumindest ein Kolleg ("skuola in forma die colleghio"). In einem Bricht des apostolischen Visitators Aleksander Komulloviq und seines Begleiters T.Roggio, aus dem Jahr 1584, empfiehlt er dem Heiligen Stuhl in der Pfarrgemeinde Montenegro die Scopia eine ähnliche Schule zu eröffnen mit der Begründung, dass sich "die Türken dort weder niederlassen noch hinkommen" (Siehe: E. Fermendzin, Acta Bosnae, S. 339-340; A. Urosevic, Katolicka zupa Crna Gora u Juznoj Serbiji, GSND, XIII, Soplje, 1933, S. 162), "besonders Stublla (in der Nähe von Gjilan) als Dorf mit albanischer Sprache war geeignet ein ähnlicher Kolleg wie oben zu eröffnen, in dem laut Dh. Shuteriq "Philosophie wurde gelernt und die Klassiker wurden studiert" (Siehe: Dh. Shuteriqi "Marin Beēikemi dhe shkrimet e tjera, Naim Frashėri, Tiranė, 1987, S. 92).

Es ist auch zu erwähnen, dass am Friedhof des Dorfes vor einiger Zeit die Grundmauern der Kirche von St. Lukas zu erkennen waren. Die Brache daneben wird noch heute "der Acker der Kirche" genannt. Die Älteren stimmen ohne Zweifel zu, dass in dem Ort das Kolleg existiert habe. Im 17.Jh. erschien die Schule von Stublla auch in einer Karte von albanischen Schulen in Jugoslawien und Albanien (Siehe: J.R. S.52). Auch in der folgenden Jahren wird die Schule von verschiedenen Autoren erwähnt: z.B. 1846 ( wo dir Bewohnern von Stublla, Binēa, Vėrnakolla, Terziajve in die Türkei interniert wurden), 1880,1888 (Dr.F. Andrija Nikiē, Stanje na Kosovu od 1840 do 1890 godine, Split, zbornik Kacic, 1980, S 21-22), 1889, 1895,1896, 1905 (ist das Datum der Legalisierung der ersten albanischen Schule in Kosova). Verschiedene Autoren bezeugen die Weiterführung dieser Schule von 1584 bis in die heutigen Tage.

Die Legalisierung der Schule in Stublla wird seit 1990 im September gefeiert. Das Fest heißt "Dom Mikels Treffen" (Dom Mikel war Priester und Lehrer dieser Schule (1905)).

Dieses Fest hat ein traditionelles Programm: mit einer Messe, einen Wissenschaftlichen Vortragen, einer Literaturstunde etc. Die albanische Prominenz aus allen Teilen Kosovas nimmt an diesem Fest teil.

Text von S. GJERGJI, übersetzt von Z. AHMETI